Wenn der Hunger mich überfällt, will ich nicht lang rumüberlegen, was ich koche - also greife ich in den Vorratsschrank und zaubere schnell was. Zugegeben, so ein Essen ist keine kulinarische Offenbarung, aber es macht mich satt und zufrieden (was am Eiweißgehalt liegt).
Variante 1 mit scharfen Sardinen
- Instant-Couscous für 1 Portion (ich nehme die Menge nach Augenmaß, glaub 40-50 g oder so)
- 1 El gefriergetrocknete Salatkräuter (üblicherweise Petersilie, Schnittlauch, Knoblauch, Zwiebel und evtl. sonst noch Kräuter)
- 1 Tl salzfreies Gemüsesuppenpulver
- mediterrane Gewürzmischung mit Tomaten, Kräutern und Meersalz nach Geschmack
- heißes (eher nicht kochenedes) Wasser aus dem Wasserkocher
- 2-3 Tropfen Zitronenöl
- 1 Dose Sardinen in Olivenöl mit scharfen Gewürzen (Piri-Piri usw.)
Zubereitung:
- Couscous mit Kräutern und Gewürzen in eine hitzefeste Schüssel geben, heißes Wasser darübergießen, zugedeckt ca. 5 Minuten durchziehen lassen, umrühren.
- Zitronenöl reinrühren.
- Gesamten Inhalt der Sardinendose drüberkippen (da ist nicht so viel Öl drin, dass es stört, und es ist würzig), Sardinen mit der Gabel etwas zerteilen, umrühren.
- Fertig!
Variante 2 mit milden Makrelen
- Couscous wie oben, aber ohne Zitronenöl
- 1 Mini-Dose grüne Erbsen (200 g)
- 1 Dose Makrelen in Olivenöl
- evtl. eine Spur gutes Olivenöl
Zubereitung:
- Couscous wie oben zubereiten. Erbsen unabgetropft darunterrühren.
- Makrelen abtropfen lassen (Achtung: Öl nicht in den Ausguss schütten, der verstopft sonst!) über den fertigen Couscous, zerteilen, umrühren. Evtl. etwas Olivenöl dazu (das aus der Dose schmeckt nicht wirklich).
- Fertig!
Die zweite Variante ist sehr mild. Ungeräucherte Makrelen schmecken wenig fischig und fast ein bisschen wie Hühnerbrust. Ich mag Variante 1 lieber, hab aber heute mal mit den sanften Makrelen und Erbschen experimentiert und es war nicht übel. Beide Varianten sind bei Genuss lauwarm, ideal für heißes Wetter. Man kann sie natürlich noch kurz in die Mikrowelle stellen.
Blitzrezepte für schnellen Hunger, extreme Faulheit und andere Notfälle hab ich übrigens schon sehr lange in meinem Repertoire und Fischkonserven waren schon immer ein wichtiger Bestandteil. Sardinen sind mein All-Time-Favorite, weil sie wirklich vielseitig sind.
Ah ja, Fischkonserven in Sonnenblumenöl sind (jedenfalls derweil noch) in der Regel billiger. Ich kann das aber nicht essen, da Sonnenblumenöl zu viel Omega-6-Fettsäuren enthält und das ist schlecht bei Krebs. Zunehmend wird eh auf Rapsöl umgestellt, das ist für mich besser.

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