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Wermut-Bittergetränk ohne Alkohol

Ich habe ein Getränk kreiert!

Na gut, nicht wirklich kreiert - es ist nachgemacht. Das Original nennt sich wie.bitter und kommt aus Wien. (Das ist jetzt wohl Werbung, ich kriege aber nichts dafür.) Es besteht aus Wermutkrauttee und Johannisbeersaft. Sehr schlicht also. Da dachte ich mir, das müsste doch selber hinzukriegen sein. Also hab ich mir erst mal den Tee besorgt, und zwar in der Apotheke. Als Genusstee ist mir Wermutkraut noch nie untergekommen. 

Kein Wunder, es schmeckt nämlich gallbitter. Also jetzt nicht unangenehm bitter, aber wirklich, wirklich seeeehr bitter, so dass es sogar mir, die Bittergetränke liebt, alles zusammenzieht. Ich hab es wohl etwas überdosiert und zu lange ziehen lassen. Macht aber nix, man kann ja einfach weniger davon ins fertige Getränk tun, bzw. mehr von den anderen Zutaten.

Kristallglasbecher mit rotem Getränk auf buntem Untersetzer

Zutaten:

  • Wermutkraut und kochendes Wasser
  • Schwarzer Johannisbeer-Sirup (gut gekühlt)
  • evtl. kaltes Leitungswasser zum Verdünnen
  • Mineralwasser für den Sprizzzzz (ersatzweise Soda - ich mag Mineral lieber)

Zubereitung:

  1. Tee zubereiten: Laut Packungsanweisung auf meiner Teepackung 1/2 Tl Tee für 250 ml mit sprudelnd kochendem Wasser überbrühen und 5-10 Minuten ziehen lassen. Je länger der Tee zieht, desto bitterer wird er. Ein Viertelliter sollte locker für einen Dreiviertelliter des fertigen Getränks reichen - bei meiner intensiven Variante wäre das schon zu viel gewesen.
  2. Abkühlen lassen, in einen kühlschranktauglichen Behälter (am besten aus Glas, Keramik oder Porzellan) umfüllen und 1-2 Stunden oder länger kühlen.
  3. Zutaten in einem Krug oder einer Karaffe mischen: Zuerst den Johannisbeersirup einfüllen; davon braucht es mehr als das auf der Flasche angegebene Mischverhältnis, da er den Wermutstropfen versüßen muss.
  4.  Den gekühlten Tee dazugießen, evtl. mit Leitungswasser verdünnen (wenn man weniger Kohlensäure im Getränk haben möchte), dann mit Mineralwasser aufspritzen.
  5. Kosten. Ich kann leider keine Mengenangaben machen, das Mischverhältnis ist Geschmackssache. Je nach Bedarf nachjustieren, bis es richtig "hmmmmmm" schmeckt. (Wenn Sirup nachgegossen wird, muss man ein bissl umrühren.)

    Wermutkrauttee, Johannisbeersirup

Schwesterlich getestet und für gut befunden. Schwesterherz meint, das schmeckt so gut, da kann sie gut und gern auf Wein verzichten. Wir haben es nicht nur als Aperitif, sondern auch zum Essen (Fisch) getrunken.

Relevante Zusatzinfo: Das Getränk ist histaminarm und bei Histaminintoleranz gut verträglich. Das weiß ich deshalb, weil meine Schwester gerade kein Histamin verträgt.

Wer mag, kann auch noch Zitrone hinzufügen - dann ist es allerdings nicht mehr histaminarm. Die Johannisbeeren (oder Schwarze Ribiseln) sind eh sauer und ein guter Sirup enthält viel Frucht und  wenig Zucker.

Wir werden noch Varianten mit anderen Sirupen testen und dann berichten. Derzeit geplant sind Holunderblütensirup und Wildpreiselbeersirup.

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