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Meine Inspirationsquellen

Ich koche gern experimentell und hatte früher eine ansehnliche Kochbuchsammlung. Die meisten Kochbücher hab ich in den letzten Jahren entsorgt, weil ich eigentlich eh nur noch online nach Rezepten suche. Es tut mir trotzdem nicht leid, sie mal gehabt zu haben. Ich hab jedes einzelne davon gelesen, auch wenn ich nur wenige Rezepte direkt nachgekocht habe.

Ein paar von den Verbliebenen ;-)


Was ich immer schon versucht hab ist, Rezepte für meinen individuellen Hausgebrauch anzupassen und zu vereinfachen. Ich schnappe mir eine Idee, überlege wie ich sie mit meinen Mitteln umsetzen könnte, und so erweitert sich im Lauf der Zeit mein Repertoire. Klar, die vereinfachten Varianten schmecken nicht wie das Original. Klar, wenn man nicht ausprobiert, wie eine bestimmte Zubereitungsart oder eine bestimmte Gewürzkombination genau nach Rezept funktioniert, wird man es nie rausfinden. Aber mal ehrlich: Ich bin in den 70ern groß geworden. Da gab es internationale Rezepte nur mit Anpassung an den europäischen Gaumen. Verglichen damit bin ich sehr viel mutiger. Und weiß dennoch: Persischen Reis zum Beispiel würde ich niemals so hinkriegen, wie er sein soll. Ich hatte in jungen Jahren iranisch-kurdische Freunde, die das perfekt drauf hatten. Es schmeckte wie im Restaurant. Ich weiß theoretisch, wie es gemacht wird. Dennoch hab ich mich noch nie drübergetraut. Auch chinesische oder japanische Küche ist mir eine Klasse zu hoch. Das macht aber nix. Mein Repertoire ist auch so ziemlich groß. 

Ich besitze ziemlich viele Gewürze. Das ist wichtig. Mit den gleichen Zutaten - z.B. Sojaschnetzel, Reis und Gemüse - kann man ganz unterschiedliche Gerichte zaubern, wenn man sie entsprechend würzt.

Meine Mutter, die eine exzellente Köchin war, hat immer gesagt: Aus teuren Zutaten etwas Tolles kochen kann jeder. Die wahre Kunst ist, mit dem was da ist etwas richtig Gutes zu zaubern.

Und das konnte sie.

Ich denke, ich kann es auch. Ich brauch nur ... Zeit. Zum Nachdenken. Wenn man mich damit überfällt, dass ich aus dem Nichts mit ein paar vorhandenen Zutaten was kochen soll, würd ich wahrscheinlich kläglich versagen.

Oder vielleicht auch nicht ... kommt auf die Zutaten an. Milch, Mehl und Eier wären nicht mein Ding. (Schon weil ich Milch nicht vertrage). Gebt mir dagegen Nudeln und Tomaten und Olivenöl und ich bin in meinem Element. Wie "Spaghetti alla putanesca", was "Spaghetti nach Hurenart" bedeutet. Es besteht aus Zutaten, die im Haus sind. Jedenfalls in jedem italienischen Haushalt. Tomaten, Oliven, Kapern, Sardellen, Knoblauch, Parmigiano, Spaghetti. Und Olivenöl natürlich.

Leider kann ich den Parmigiano grad nicht essen. Schluchz.


Okay, ich wollte ja eigentlich meine Inspirationsquellen offenbaren. Außer den Erinnerungen an meine Mutter und Urgroßmutter und meinen alten Kochbüchern und der Menüheftesammlung meiner Mutter, die aber hoffnungslos 70er ist, sind das hauptsächlich zwei Websites: chefkoch.de und kuechengoetter.de. Dort finde ich das was ich suche. Anleitung, wie etwas funktioniert. Inspiration. Rezepte, die ich für meine Bedürfnisse umwandeln kann.

Chefkoch.de ist eine Nutzer-Community. Hier gibt es quasi alles vom schlichtesten Rezept bis zur Haute Cuisine. Küchengötter gehört zu GU und es gibt viele Rezepte aus deren Kochbüchern.

Ich liebe beides. Meine Lieblingsrezepte finde ich allerdings eher bei chefkoch. Ich mag es halt eher schlicht.

 

Wie immer war das ein chaotischer Post. Anders als chaotisch kann ich leider nicht. ;-)


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Bunter Bohnentopf

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