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Alltag, Haushalt, Einkaufen und so

Das ist und bleibt ein wichtiges Thema, denn schleppen, heben oder anstrengende Tätigkeiten ausführen werd ich noch lange nicht können.

Für den Haushalt hab ich derzeit eine Heimhilfe, die einmal pro Woche für eineinhalb Stunden kommt. Das scheint derweil auszureichen. Wenn nicht, kann ich aufstocken. Sachen die nicht anstrengend sind kann ich ja selber machen, manches halt langsam und mit Pausen, vor allem wenn ich mich bücken muss.

Ebenso wichtig wie die physische Unterstützung ist die psychische. Sprich: Motivation, was zu tun. Das fällt mir eindeutig leichter, wenn ich weiß, dass regelmäßig jemand kommt. Die beiden Frauen, die bisher bei mir waren, sind sehr lieb und ich kann gut mit ihnen reden. Meine Betreuung ist von der Caritas Socialis und das ist ein Glück. Es gibt etliche Organisationen, die Heimhilfe anbieten, und die Caritas ist meines Wissens eine der besten, wenn nicht sogar die beste. Ich mache selber was im Haushalt während sie Staub saugen usw., oder wir machen Dinge wie Wäsche abnehmen und wegräumen gemeinsam, das geht sehr gut.

Wie eingangs erwähnt (in meinem ersten Blogpost) hab ich ja auch Depressionen. Die hatte ich schon vor der Krebserkrankung. Sie führen bei mir dazu, dass die Alltagsbewältigung immer schwieriger wird und irgendwann gar nicht mehr funktioniert. U.a. deshalb ist Hilfe von außen so wichtig.


Einkaufen ist einfach: Ich bestelle fast alles online und lasse es zustellen. Egal ob Lebensmittel oder sonstigen Bedarf. Dass das mittlerweile so leicht möglich ist, ist natürlich eine große Erleichterung. Ich hab das auch schon vor meiner Erkrankung so gemacht.

Kleinigkeiten direkt im Geschäft zu kaufen ist für mich eine Möglichkeit, langsam wieder in einen "normalen" Alltag hineinzufinden. Ich kann halt nicht viel tragen und derweil auch noch nicht besonders weit gehen. 

Wenn ich mit dem Fahrtendienst ins Spital fahre, stelle ich fest, dass ich in fitten Zeiten fast die gesamte Strecke häufig zu Fuß gegangen bin. Mit Öffis von meiner Wohnung ins Spital Hietzing zu fahren würde fast genauso lang dauern wie für eine fitte Person zu Fuß. Ich könnte aber derzeit sicher nicht eine Dreiviertelstunde gehen. ;-) Diese Einschränkungen zu akzeptieren ist manchmal schwierig. Ich muss immer wieder dran denken. Wenn ich es vergesse, erinnert mich mein Körper daran.

Vor allem muss ich darauf achten, nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Warum auch immer - wenn ich mich zu schnell drehe, stolpere ich. Und aus der tiefen Hocke aufstehen kann ich immer noch nur, wenn ich mich irgendworan hochziehen oder wenigstens mit den Händen auf dem Boden aufstützen kann. Letzters ist sehr anstrengend.


Aber ich will hier nicht rumjammern. Das einzige was hilft ist Training. Also gehe ich nach Möglichkeit jeden Tag spazieren.

Rosensträucher vor einer ZiegelmauerSpaziergang im Spitalsgarten neben dem Pflegeheim (eigenes Bild)

Ich war schon mal fitter, hatte dann aber Covid und das hat mich wieder zurückgeworfen. Im Pflegeheim bin ich zuvor täglich im Garten spazieren gegangen und habe dabei meistens einen Rollstuhl geschoben. Das hat mir gut getan. Leider kann man sich keine Rollstuhlfahrerin so einfach "ausborgen". ;-) Und mein Hund ist immer noch bei meiner Schwester, das tut uns beiden derzeit besser. Also Gismo und mir. Meiner Schwester vielleicht auch, sie liebt ihn jedenfalls sehr. Er sie ebenfalls.

 

Da es hier ja hauptsächlich um Ernährung gehen soll, komme ich nach dieser Abschweifung wieder aufs Einkaufen zurück. Ich bin heilfroh, dass es mittlerweile so viele vegane Produkte gibt, die man einfach im nächsten Supermarkt kaufen kann. Veganer Fleischersatz ist dabei für mich grad weniger wichtig, Fleisch und Fisch und Eier kann ich ja essen. (Trotzdem gut, dass es Sojaschnetzel, Tofu & Co. gibt.) Da ich derzeit keine Milchprodukte außer Butter vertrage, sind vor allem Milchprodukte interessant. Ich mag besonders Hafermilch und Kokosjoghurt. Bis vor Kurzem kannte ich nur Sojamilch, die schmeckt mir nicht so wirklich. Dann gibt es noch unzählige vegane Aufstriche, die wie Frischkäse, Topfen o.ä. schmecken. Und veganen Käse. Alles davon ist etwas teurer als die "Originale", aber nicht unerschwinglich. Und das meiste was ich bisher probiert habe schmeckt wirklich gut.

Yep, das ist jetzt schon wieder ziemlich chaotisch. Sorry. So bin ich halt. Take it or leave it. ;-) Zum Glück ist das keine Doktorarbeit und ich bin ehrlich gesagt zu faul zum Überarbeiten.


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